Samstag, 31. Januar 2015

I am in love /// Review #3

Eins vorweg: Das Album "Of Regard and Affection" von I am in love ist großartig. Einfach nur großartig. Wirklich. 2011 war ich auf dem Theatron-Festival in München, hatte noch nie etwas von der Band gehört und bin also ganz unvoreingenommen zu ihrem Auftritt gegangen. Dort spielten sie alle Songs ihres Debütwerkes mit einer solchen Leidenschaft, dass das Publikum die Londoner einfach nur lieben konnte. Unfassbar wie viele Leute sich anschließend am Merchandise-Stand von I am in love drängten, um die CD zu kaufen. Seitdem bin ich sehr angetan von der Band und auch noch immer von ihrer ersten Platte.

"Of Regard and Affection" von I am in love

Vom Stil her sind I am in love vor allem unkonventionell, eine wilde Mischung aus Indie-Rock, Indie-Pop, elektronischen Klängen und balladeartigen, ruhigen Stücken. Die Stimme von Sänger Sebastian Twigden ist...speziell...aber speziell gut. Phasenweise singt er in einer so hohen Tonlage, dass man sich fragt, wie das bei einem Mann überhaupt möglich ist. Ansonsten ist vor allem sein Akzent sehr markant.

"Of Regard and Affection" beginnt mit drei recht dynamischen Songs, in denen insbesondere instrumental sehr viel experimentiert wird. Mit "Call me an animal" (Track 4) folgt dann das wohl mitreißendste und auch stärkste Stück des Albums.



Ebenfalls herausragend  - aus dem ohnehin hochqualitativen Longplayer - ist "I want you" (Track 6). Ein wunderschöner Song über unerbitterte Liebe, in dem Sebastian Twigden eindrucksvoll seine vielseitige Stimme unter Beweis stellt.



Abgesehen von den acht normalen Stücken haben auch noch zwei sehr gelungene Remixe von "I want you" und "Call me an animal" ihren Platz auf der Debütplatte gefunden. Als Kaufempfehlung möchte ich eigentlich keine bestimmten Songs rausnehmen, denn das komplette Album ist einfach in sich sehr stimmig und daher als Ganzes empfehlenswert. Die Investition lohnt sich wirklich.
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Vier Jahre ist die Veröffentlichung nun her, Ende 2013 erschien das 2. Album "Raw Heart". Völlig unverständlich, dass die Band noch immer recht unbekannt ist - vor allem live kann sie absolut überzeugen. Wer sich ihre Debütplatte anhört, dürfte sofort angefixt und begeistert sein. Die Band müsste einfach viel mehr supported werden. I am in love with I am in love.



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