Samstag, 21. Februar 2015

FOXOS /// Review #6

Wie in jedem Bereich ist es auch in der Musik nicht möglich ständig das Rad neu zu erfinden. Gerade junge Bands haben oft sehr kreative Vorstellungen davon wie ihr Sound klingen soll, kommen aber dadurch in eine schwierige Situation, dass sie Gefahr laufen nur von einer kleinen Hörerschaft gemocht zu werden, wenn sie den musikalischen Experimenten zu sehr freien Lauf lassen. Dabei kann gerade auch ein origineller und ganz eigener Stil positiv das Profil einer Band prägen und dazu führen, dass viele Menschen genau aus diesem Grund angetan sind - mal was Neues, mal was Frisches, aber nicht verkrampft, erzwungen, auf Teufel komm raus, sondern schlicht authentisch.

"Fables" von FOXOS

Der Band FOXOS ist es mit ihrer Debüt-EP "Fables" gelungen dem Hörer etwas komplett Neuartiges zu bieten, wofür er sich nicht einfach nur wegen des Andersseins sondern vor allem wegen der wirklich großartigen Musik begeistern kann.



"Fables" besteht aus 5 Songs. "Cry" (Track 1) leitet die EP auf besondere Art und Weise ein und weckt Lust darauf sich alle Stücke anzuhören. Der Gesang überzeugt bereits nach wenigen Sekunden, das Instrumental ist interessant gestaltet. Irgendwie ist dem Hörer sofort klar, dass es sich hier um eine außergewöhnliche Platte handelt.



"Heartbeats" (Track 2) besticht vor allem durch den Refrain, der einerseits auf fast zerbrechliche Weise tief berührt und andererseits automatisch aus vollem Herzen mitgesungen werden möchte. Dem tut auch der extreme Break ab 1:30 keinen Abbruch, der sehr überrascht, aber trotzdem die Stimmung des Songs kein bisschen zerstört.



"Shut down" (Track 3) ist wohl das dynamischste Lied der EP, ohne aber aus dem Rahmen von "Fables" zu fallen. Wobei dieser schwer zu definieren ist. FOXOS ist eine dieser Bands, die man tatsächlich gar nicht großartig kategorisieren möchte, da ihre Musik dafür zu außergewöhnlich ist. Ein völlig neues Genre zu begründen ist hingegen definitiv okay - so auch sehr treffend die Vorstellung der Band auf ihrer Facebook-Seite:
"Sie kreieren etwas Magisches, schwer zu Fassendes und schaffen mit Electronic-Fable-Pop ihr ganz eigenes Genre." Passender kann man es nicht beschreiben.



"White horses" (Track 4) besteht aus nur 5 verschiedenen Zeilen und füllt dennoch über 4 Minuten, ohne dass es wirklich auffällt. Das ist gut. Auch simpel getextete Songs können stark wirken, wenn das Gefühl stimmt, das beim Hören entsteht.



"Run" (Track 5) bildet den Abschluss der EP von FOXOS und bietet nochmal die perfekte Gelegenheit die Stimme von Rick Jurthe hervorzuheben, indem zwischenzeitlich sogar völlig auf den Einsatz von Instrumenten verzichtet und der Hörer aus der Stille heraus vom Gesang fast schon überwältigt wird. Die Augen schließen und einfach genießen, bitte!

Genau das gilt auch insgesamt für die komplette EP. Es geht nicht nur um Musikhören, es geht um puren Musikgenuss. Man muss sich auf die Atmosphäre, in die man von "Fables" hineingezogen wird, einlassen - den Kopf abschalten und einfach auf innere Traumreise gehen. Klingt komisch, ist aber so.

Ein Kauf der gesamten EP von FOXOS lohnt sich auf jeden Fall. Dies könnt ihr hier auf Amazon tun.




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