Montag, 13. April 2015

Milk & Bone /// Review #12

Das Pop-Duo Milk & Bone aus Kanada hat neulich sein Debütalbum veröffentlicht. "Little Mourning" heißt die Platte von Camille Poliquin und Laurence Lafond-Beaulne. Darauf zu hören sind acht Songs, von denen man vier problemlos als Daily Masterpiece empfehlen könnte. Zwei weitere kratzen an der Grenze dazu und auch die übrigen zwei Tracks sind mindestens solide. Insgesamt kann "Little Mourning" daher ruhigen Gewissens als ein absolut großartiges Album eingestuft werden.

"Little Mourning" von Milk & Bone

Schon der Opener "Elephant" ist sehr atmosphärisch und versetzt den Hörer direkt in einen "Abschalten-und-einfach-nur-genießen"-Modus. Milk & Bone nehmen ihn sofort mit auf die Reise durch ihre Welt, in der sich Musik auf gutes Songwriting, klare und schöne Gesangspassagen und dezenten Instrumentaleinsatz konzentriert. Auch "Easy to Read" (Track 2) führt diesen Weg fort.



Mit "Pressure" (Track 3) setzen Milk & Bone dann ein erstes Highlight, wobei es bei diesem Album schwierig ist von einem solchen zu sprechen. Doch der Song hebt sich dennoch nochmal ein bisschen ab und ist vermutlich auch derjenige mit dem höchsten Radiohit-Potential. Besonders gefällt an "Little Mourning", dass die Platte - im Gegensatz zu vielen dennoch guten Erstlingswerken - so ganz auf das nervige (wenn auch nachvollziehbare) Abwechseln von außergewöhnlich guten und nur durchschnittlichen Stücken verzichtet.



So legen Milk & Bone auch mit ihrem vierten Song namens "New York" auf großartige Art und Weise nach. Der Wow-Effekt ist von Anfang an gegeben und intensiviert sich dann immer mehr. Das Duo aus Montreal zeigt enormes stimmliches Potential und der stärkere Einsatz der elektronischen Elemente ab der Mitte des Tracks ist gut gewählt.



Der fünfte Titel namens "X" ist traurig, puristisch und einfach nur schön. Spätestens zu diesem Zeitpunkt haben Milk & Bone ihre Zuhörer verzaubert. Ganz anders kommt dann "Tomodachi" (Track 6) daher - ein ebenfalls guter Song, der einige Überraschungen beinhaltet, da er so ganz anders ist als der Rest der Platte. Sogar ein plötzlich einsetzender männlicher Rap-Part ist inklusive. Kurz bevor das Finale von "Little Mourning" beginnt, ist mit "Coconut Water" noch der schwächste Song des Debüts zu hören - das ist dann aber wirklich Jammern auf höchstem Niveau und darf man nicht falsch verstehen.



Mit "Watch" (Track 8) sorgen Milk & Bone zum Ende nochmal dafür, dass auch garantiert jeder die Platte in allerbester Erinnerung behält und dass es sich lohnt jeden einzelnen Song bis zum letzten Ton zu hören. Denn "Watch" beginnt erstmal relativ unspektakulär, bevor das Duo später sein stimmliches Feuerwerk abbrennt und man fast schon traurig ist, dass die 30-minütige Traumreise nun vorüber ist.

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