Samstag, 25. April 2015

Apocalyptica /// Review #14

Die finnische Band Apocalyptica hat vor wenigen Tagen ihr achtes Album namens "Shadowmaker" veröffentlicht. Auch auf der neuen Platte gibt es wieder die spannende Mischung aus Cello-Rock und Symphonic Metal zu hören. Die Besetzung überrascht jedoch: Während die Cellisten Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen und Perttu Kivilaakso zusammen mit Mikko Sirén am Schlagzeug wie gehabt an Bord sind, haben sich Apocalyptica nun erstmals mit Franky Perez auf einen einzigen Vokalisten festgelegt.

Apocalyptica arbeiteten schon mit einigen namhaften Sängern zusammen, wie Ville Valo von HIM oder Lauri Ylönen von The Rasmus, ohne dass Kooperationen über wenige Songs hinaus gingen. Grund dafür war unter anderem auch, dass die Instrumentalparts bei der Gruppe immer im Vordergrund stehen und anstatt eines bekannten Frontmannes das Markenzeichen der Band bleiben sollten. Entgegen der Meinung in anderen Plattenkritiken hat sich daran durch Franky Perez jedoch nichts geändert.

"Shadowmaker" von Apocalyptica

Den Celli wird noch immer genug Raum gegeben - sowohl in den rein instrumentalen Stücken als auch in den Songs mit Gesang - und der wuchtige, teilweise epische Sound beschert "Shadowmaker" von Apocalyptica jede Menge besondere und herausragende Stücke.



Da wäre beispielsweise die namensgebende Nummer "Shadowmaker", die zwar fast acht Minuten andauert, aber nie langweilt, sondern vielmehr immer wieder mit neuen Facetten um die Ecke kommen kann. Eicca Toppinen kommentiert den Song mit den Worten "I wanted to make a song, that is a great vocal track, but also a great instrumental at the same time". Das ist Apocalyptica definitiv gelungen.



Weitere Highlights sind "Slowburn" und "House of Chains", wobei es schwierig ist innerhalb einer solch starken Platte noch Highlights auszumachen, wenn sich großartige Musikhymnen derart die Türklinke in die Hand geben. Und auch Franky Perez macht seine Sache richtig gut und passt perfekt zum Rest der Band. Eine Liste von 25 Kandidaten wurde Apocalyptica von ihrem Label vorgelegt - die Entscheidung für den Sänger aus Las Vegas war ein echter Glücksgriff.



Mit "Riot Lights" beweisen Apocalyptica dann, dass sie auch nach 22-jähriger Karriere als Musiker noch immer sehr unkonventionell und innovativ sind. Das rein instrumentale Stück ist sicherlich nicht jedermanns Sache, doch kommt positiv überraschend daher und führt laut aufgedreht am Schreibtisch beispielsweise dazu, dass man nicht in Ruhe diese Review schreiben kann, da es einen recht schnell nicht mehr auf dem Stuhl hält.



Allerspätestens wenn man sich mit "Sea Song" das vielleicht stärkste Stück von "Shadowmaker" anhört, realisiert man was für eine tolle Platte Apocalyptica abgeliefert haben. Der Kommentar von Eicca Toppinen zu dem Song trifft den Nagel auf den Kopf: "I think this song has to be listened from the very beginning to the end, because it's kind of a journey and something very magical happens during that journey."

Genau das gilt auch für das komplette Album von Apocalyptica, welches ihr auf Amazon bekommt. Im Oktober wird die Band durch Deutschland touren und dabei in Hannover, Hamburg, Bielefeld, Frankfurt, Berlin, Dresden, Stuttgart, Köln und München spielen. Die genauen Infos und Tickets bekommt ihr schon jetzt hier auf repeatable.de im wöchentlich aktualisierten Konzertkalender.




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